PCOS – Endokrin-metabolisches Protokoll
PCOS – Endokrin-metabolisches Protokoll
Dieses Premium-Protokoll begleitet Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) – einer hormonellen und metabolischen Störung, die Zyklus, Fruchtbarkeit, Haut, Haare und Stoffwechsel betrifft. Es ersetzt keine gynäkologische oder endokrinologische Behandlung, kann aber Insulinresistenz, Entzündung und Hormonbalance positiv unterstützen und so den Verlauf günstig beeinflussen.
Fokus: Insulinresistenz, Androgene, Zyklusregulation, Leber- & Darmgesundheit
Bausteine: Ernährung, Inositol, Vitamin D3 + K2 + Magnesium,
Omega-3, Olivenblattextrakt, NAC, PMA-Zeolith, AHCC®
Dieses Protokoll ist ein komplementärer Ansatz und ersetzt keine Diagnostik oder Therapie durch Gynäkolog:innen oder Endokrinolog:innen. Zyklusstörungen, Kinderwunsch, starke Blutungen, rasche Gewichtszunahme oder Verdacht auf metabolisches Syndrom müssen ärztlich abgeklärt werden.
1. Was ist PCOS?
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige hormonelle und metabolische Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Typische Kriterien sind:
- unregelmäßige oder ausbleibende Perioden (Oligo-/Anovulation),
- überschüssige Androgene (Akne, Hirsutismus, androgenetischer Haarausfall),
- Eierstöcke mit vielen kleinen Follikeln („Perlenkette“) im Ultraschall.
Für die Diagnose (nach Rotterdam-Kriterien) müssen mindestens zwei dieser Kriterien erfüllt sein, nachdem andere Ursachen ausgeschlossen wurden.
PCOS ist nicht nur eine Zyklusstörung, sondern eine Stoffwechselstörung. Der zentrale Hebel ist meist die Insulinregulation – nicht nur die Gabe von Sexualhormonen.
2. Prävalenz & Verbindung zur Insulinresistenz
- PCOS betrifft ca. 8–13 % der Frauen im gebärfähigen Alter,
- bis zu 70 % sind nicht diagnostiziert.
2.1 Insulinresistenz als Kerntreiber
- 70–80 % der Frauen mit PCOS & Adipositas haben Insulinresistenz,
- erhöhtes Insulin stimuliert die Ovarien, mehr Testosteron zu produzieren,
- führt zu Hirsutismus, Akne, Zyklusstörungen & Fertilitätsproblemen.
Es entsteht ein Teufelskreis: Insulinresistenz → Hyperinsulinämie → Hyperandrogenismus → Zyklus- & Stoffwechselstörungen. Genau hier setzen Ernährung, Inositol und entzündungsarme Lebensstilmaßnahmen an.
3. Klinische Manifestationen
- seltene, unregelmäßige oder fehlende Menstruation (Oligo-/Amenorrhö),
- Unfruchtbarkeit durch chronische Anovulation,
- Hirsutismus (Gesicht, Brust, Unterbauch),
- persistierende Akne,
- androgenetischer Haarausfall (männliches Muster),
- vergrößerte Ovarien mit multiplen Mikrofollikeln im Ultraschall.
Häufig assoziiert mit:
- zentraler Adipositas,
- erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes, Hypertonie & metabolisches Syndrom,
- emotionalen Störungen (Angst, depressive Verstimmung).
4. Ernährung & Lebensstil – Basis jeder PCOS-Therapie
4.1 Intermittierendes Fasten & glykämische Kontrolle
- klare Essensfenster (z. B. 14/10 oder 16/8),
- weniger Zwischenmahlzeiten – weniger Insulinspitzen,
- unterstützt Gewichtsregulation & Zyklusnormalisierung.
4.2 Low-Carb-betonte, entzündungsarme Ernährung
- Fokus auf Gemüse, saubere Proteine & gesunde Fette,
- Vermeidung von Zucker, stark verarbeiteten Lebensmitteln & raffinierten Mehlen,
- Reduktion von trans-Fetten und stark Omega-6-lastigen Ölen.
4.3 Bewegung
- Kombination aus Krafttraining & moderatem Cardio,
- verbessert Insulinsensitivität & Glukoseaufnahme in die Muskulatur,
- bereits 5–10 % Gewichtsreduktion können Zyklen normalisieren und Androgene senken.
5. Nützliche Ergänzungsmittel bei PCOS
5.1 Inositol (Myo-Inositol + D-Chiro-Inositol)
- unterstützt Insulinsensitivität & Ovulation,
- kann Zyklus & Fertilität verbessern,
- gilt als Basisbaustein in vielen PCOS-Protokollen.
5.2 Vitamin D3 + K2 + Magnesium
- Vitamin D3 – bei PCOS sehr häufig erniedrigt, wichtig für Insulin- & Hormonbalance,
- Vitamin K2 (MK-7) – unterstützt sicheren Kalziumstoffwechsel und ergänzt D3,
- Magnesium-Bisglycinat – entspannt Muskeln & Nervensystem, unterstützt Glukosestoffwechsel,
- 25(OH)D-Wert alle 6–8 Monate kontrollieren und Dosierung anpassen.
5.3 Omega-3-Fettsäuren
- 1–2 Kapseln/Tag als Orientierung,
- entzündungshemmend & gefäßschützend,
- unterstützt Hormonbalance & Stoffwechsel.
5.4 Olivenblattextrakt
- ca. 70 ml/Tag (oder äquivalente Kapseldosis je nach Präparat),
- kann Insulinsensitivität und Entzündung günstig beeinflussen,
- ergänzt Low-Carb-Ernährung ideal.
5.5 NAC (N-Acetylcystein)
- antioxidativ & glutathionbildend,
- unterstützt Leber & Entgiftung,
- kann Ovulation & Zyklusregulation fördern.
5.6 PMA-Zeolith
- Beginn mit 1 Kapsel/Tag,
- täglich um 1 Kapsel steigern bis z. B. 3 morgens + 3 abends,
- mindestens 2 Liter Wasser/Tag,
- 2 Stunden Abstand zu Medikamenten einhalten,
- bindet Toxine & Schwermetalle, reduziert oxidativen Stress und entlastet Darm-Leber-Achse.
5.7 AHCC®
- 2 Kapseln/Tag (Vitals) oder 3 Kapseln/Tag (Mycelcaps) als Orientierung,
- moduliert Immunantwort & Entzündungsniveau,
- unterstützt hormonelles Gleichgewicht indirekt über Entzündungsreduktion und Darm-Immunsystem.
6. Hormonelle Phytotherapie
6.1 Vitex agnus-castus
- kann Progesteronsekretion über die Hypophyse unterstützen,
- hilft, Zyklus und PMS-Symptome zu regulieren.
6.2 Rotklee & Leinsamen
- enthalten milde Phytoöstrogene,
- können hormonelle Balance sanft unterstützen (insbesondere bei Mischformen).
6.3 Pfingstrose + Süßholz
- traditionelle Kombination aus der TCM zur Hormonharmonisierung,
- sollte nur unter fachkundiger Begleitung eingesetzt werden.

