Prostataadenom (BPH) – Natürliches Prostata- & Harnflussprotokoll
Prostataadenom (BPH) – Natürliches Prostata- & Harnflussprotokoll
Dieses Protokoll richtet sich an Männer mit gutartiger Prostatavergrößerung (BPH). Es ersetzt keine urologische Untersuchung, kann aber Beschwerden lindern, den Harnfluss verbessern und die Prostatagesundheit unterstützen – insbesondere über DHT-Reduktion, Entzündungsmodulation und Stoffwechselregulation.
Fokus & Bausteine
- Fokus: Harnfluss, Entzündung, DHT-Reduktion
- Bausteine: Serenoa repens, Pygeum africanum
- Wichtig: Immer zuerst urologische Abklärung
1. Urologische Untersuchung – absolut notwendig
Bei folgenden Symptomen ist eine sofortige urologische Abklärung notwendig:
- häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie)
- schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Startschwierigkeiten oder Nachträufeln
Wenn die Diagnose Prostataadenom / BPH gestellt wurde, bedeutet das: kein Krebs, sondern ein gutartiges, altersbedingtes Wachstum der Prostata. Neben Hormonen spielen auch Übergewicht, Insulinresistenz und stille Entzündungen eine Rolle – daher ist ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll.
2. Serenoa repens (Sägepalmetto) – DHT & Entzündung
Wirkmechanismus:
- hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase → weniger DHT,
- DHT ist ein Hauptfaktor für Prostatawachstum,
- wirkt antiandrogen und entzündungshemmend im Prostatagewebe,
- entspannt glatte Muskulatur in Prostata & Blasenhals (ähnlich wie Tamsulosin, aber milder).
Effekte:
- kann das Prostatavolumen leicht bis mäßig reduzieren,
- verbessert Harnfluss & verringert Nachträufeln,
- reduziert Nykturie (nächtliches Wasserlassen),
- kann Libido & sexuellen Komfort unterstützen.
3. Pygeum africanum – Blase, Prostata & Harnfluss
Wirkmechanismus:
- reich an Phytosterolen (v. a. Beta-Sitosterol), Triterpenen & Ferulasäure,
- reduziert lokale Entzündung in Prostata & Blase,
- verbessert Elastizität der Blase & Harnfluss,
- verringert Schleimproduktion & Prostatastauungen,
- hemmt Wachstum von Stroma- & Epithelzellen in der Prostata.
Effekte:
- bessere Blasenentleerung,
- höheres Harnvolumen & stärkerer Harnstrahl,
- weniger nächtliches Wasserlassen.
4. Ernährung & Lebensstil bei BPH
4.1 Gewicht & Stoffwechsel
- Bauchfett reduzieren → weniger Druck im Becken & niedrigere Entzündung,
- weniger Zucker, Weißmehl & Snacks → weniger Insulin & DHT,
- mehr Gemüse, saubere Proteine & gute Fette (Olivenöl, Nüsse, Samen).
4.2 Trinken & Blasenverhalten
- tagsüber ausreichend Wasser trinken,
- am Abend Flüssigkeitsmenge reduzieren (Nykturie ↓),
- Kaffee, Alkohol & Energy-Drinks nur moderat – sie reizen Blase & Prostata.
4.3 Bewegung & Beckenboden
- täglich 30–40 Minuten Bewegung (z. B. zügiges Gehen),
- Beckenbodenübungen verbessern Harnfluss & Kontinenz,
- langes Sitzen vermeiden – öfter aufstehen & dehnen.
4.4 Entzündung & Stress
- entzündungsarme Ernährung (viel Gemüse, Omega-3, wenig Transfette),
- Stress reduzieren (Atemübungen, Spaziergänge, Abendroutinen),
- regelmäßiger Schlaf für Hormone & Immunsystem.
5. Zusammenfassung – Vorteile der Kombination
Serenoa repens + Pygeum africanum ergänzen sich ideal:
- Serenoa repens → DHT-Reduktion & antiandrogene Effekte,
- Pygeum africanum → Blasenfunktion, Entzündungshemmung & Gewebsmodulation.
Zusammen mit einem stoffwechselfreundlichen Lebensstil können die Symptome von BPH deutlich reduziert werden – besonders in frühen Stadien oder wenn keine Operation erforderlich ist.

